Strandsegeln

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EM: Doppelpack in der Einheitsklasse

Terschelling – Bei der Strandsegler-EM 2019 haben die deutschen Standart-Piloten sensationell einen Doppelsieg eingefahren. Mit der Goldmedaille in der Mannschaftswertung haben sie nach Jahren die Dominanz der Franzosen in der Einheitsklasse gebrochen. 

Düstere Wolken hängen am Finaltag der Europameisterschaft der Strandsegler auf der niederländischen Insel Terschelling über der Nordsee, pusten den Sand waagerecht über den Strand. Peeling-Wetter. Doch im deutschen Team herrscht eitel Sonnenschein. Eine Sensation liegt in der Luft.

Erstmals seit vielen Jahren könnte die Dominanz der französischen Piloten in der Einheitsklasse „Standart“ gebrochen werden. Vor dem letzten Renntag führen zwei Deutsche das Feld an. Manfred Nielsen aus Buxtehude und Waldemar Konopka aus Hamburg, beides Clubkameraden vom Yachtclub Sankt Peter-Ording. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren. Ruhig bleiben. Und noch steht auch gar nicht fest, ob es überhaupt Rennen an diesem Finaltag geben wird.

Hier geht es zum ganzen Bericht auf floatmagazin.de

Ausscheidungsblock 1 2020

     

 

 Segeln satt

Sonnenschein und die Rufe abziehender Gänseschwärme begleitet die Pilotinnen und Piloten des YCSPO, als sie ihre Yachten vor der Badezone „Bad“ zum Sicherheitsbriefing für die letzte Punkteregatta des Jahres in Stellung brachten. Noch wußten sie nicht, dass dieses Wochenende der ergiebigste Regattatermin seit langem werden sollte.

Bei 3 bis 4 Bft und östlichen Winden zeigte der Strand an beiden Tagen mit vielen kleineren Prilen, Pfützen, weichen Stellen und gelegentlichen Schlammlöchern einmal mehr, warum die Sandbank vor St. Peter-Ording als eines der anspruchsvollsten Reviere im Strandsegeln gilt.

Für die Pilotinnen und Piloten der größeren Klassen diente diese Regatta als letzte Vorbereitung auf die Europameisterschaft auf Terschelling Mitte November 2019. Verstärkt durch Zugänge aus der Klasse Mini,  trat in der Klasse Standart mit elf Pilotinnen und Piloten das größte Teilnehmerfeld an. Nach sieben Wettfahrten gemeinsam mit der Klasse 5 fuhr im Standart Waldemar Konopka vor Kay-Enno Brink auf Platz 1.

Manfred Nielsen reichten vier gewonnene Wettfahrten am ersten Regattatag für einen dritten Platz. In der Klasse 5 punktete Florian Bochdalofski vor Kilian Wucherpfennig. 

Rekordverdächtige sechs Wettfahrten mit kleinen Teilnehmerfeldern konnten in den Klassen II und III gesegelt werden. Hier siegte in der Klasse II Jens Markowitz mit durchsichtigem Segel vor Wolfgang Bartling und Karsten Meyer.

 

Sieger in der Klasse III wurde Roland Gäbler vor Norbert Paulsen und Karl-Heinz Wendisch.

In der Klasse Mini setzte sich bei einem vergleichsweise kleinen Teilnehmerfeld nach neun Wettfahrten auf anspruchsvollen Kursen Rüdiger Grassy recht knapp vor Olaf Weber und Wilhelm Ahrens durch.

Das letzte Punkteregattawochenende des Jahres zählt bereits als erster Block für die Saisonwertung 2020. Einschließlich der sonnabendlichen Party im Clubhaus anlässlich eines Doppelgeburtstages machte es Laune auf mehr im kommenden Jahr.

Zum endgültigen Saisonabschluss treffen wir uns wieder zum SAU-Pokal und Grünkohlessen am 07.12.2019.

Alle Ergebnisse im Einzelnen finden sich hier: http://www.ycspo.de/ergebnisse-2020-2/

Larissa Schippang

Photos von Nahid Gäbler

Europameisterschaft der Mini-Klasse auf Römö 2019

Europameisterschaft der Mini-Klasse auf Römö (Dänemark) vom 26.-29.06.19

„Für einen Novembertag recht warm.“ begrüßte Rennleiter Marc Agthe die 34 für fünf Nationen startenden Pilotinnen und Piloten am Sönderstrand von Röm am ersten Wettkampftag.

Nach den vorangegangenen, auch auf Röm warmen Tagen fegte seit dem Vortag ein stetiger Wind mit 5-6 Bft. bei 18 Grad über die Plate. In bewährter Marnier hatte der schweizerische Rennleiter Marc Agthe einen anspruchsvollen Dreieckskurs gesteckt, auf dem Pilotinnen und Piloten in sechs Rennen gegen die zunehmenden Sandverwehungen kämpften.

Auch am folgenden Wettkampftag mit noch 4 Bft. Wind blieb es im Großen und Ganzen beim gleichen Kurs. Am dritten und letzten Tag waren bei schwachem Wind nur noch zwei Rennen möglich.

Team YCSPO startete für Deutschland mit der zahlenstärksten Mannschaft und insgesamt 18 Pilotinnen und Piloten, darunter viele „Ausflügler“ aus den Klassen 5 und Standart, und interessanten technischen Neuentwicklungen, Prototypen und Eigenbauten. Zudem unterstützte der YCSPO die Veranstaltung mit der Gestaltung und Betreuung der Internetpräsenz und Anmeldung (Sven Harder und Andrea Koch), mit seinem elektronischen Zählsystem unter der Leitung von Sven Harder, mit Flaggen, Fahrzeugen und Absicherung der Strecke (Jürgen Raths), mit tollen Dronenvideos von Kai-Uwe Eilts sowie mit Heia Lange als Präsidenten der Jury und Bruno Lange als mehrsprachiger Assistent von Jury und Rennleitung.

Auf dem Treppchen waren am Ende bekannte, aber auch einige neue Gesichter zu sehen: Bei den Damen siegte Barbara Starke vor Anke Münch im geliehenen Segelwagen und Angela Jacob im selbst genähten Segel (alle YCSPO). Europameister bei den Männern wurde Sven Kraja (Deutschland) vor Jörg Lammerskitten (Schweiz) und Jean-Louis Pinot (Frankreich).

In der Teamwertung war Team Germany mit Sven Kraja, Martin Köhle (Platz 5 in der Gesamtwertung) und Heiko Hartmann (Platz 7) vor Team UK und Team Dänemark erfolgreich.

Alle Ergebnisse finden sich im Detail hier: http://www.ec2019.miniyachts.de/results/

Fotos können hier angeschaut werden: https://sonderstrand.com/

…und Kai-Uwes Filme hier:

https://youtu.be/SuYFICmEGbI

https://youtu.be/iMlXwtGI3Lo

Larissa Schippang

Europameister Sven Kraja (Foto von Kai-Uwe Eilts)

Europameisterin Barbara Starke, 2. Anke Münch, 3. Angela Jacobs (Foto von Sven Harder)

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Strandraub

Sankt Peter-Ording Die Weltmeisterschaft der Strandsegler hat am Sonntag mit einem Raub begonnen. Einem Landraub. Der Wind pfeift am ersten Renntag mit sechs bis sieben Beaufort über die Nordsee. Westwind. Auflandig. Hohe Wellen drücken auf den Strand, hindern die Ebbe auf ihrem Weg zurück ins Meer. Drei Kurse will der Ausrichter, der Yachtclub Sankt Peter-Ording, für die fünf Segelklassen stecken. Aber die Natur legt ein Veto ein. Nur langsam weicht das Wasser. Der Strand, der auftaucht, gleicht einer Mondlandschaft. Krater, Seen und Matsch bleiben zurück. Der fahrbare Bereich ist oft gerade mal so breit, dass eine Yacht mit über 100 Stundenkilometern auf ihm segeln kann. Überholen unmöglich, erst recht Gegenverkehr. Einbahnstraße statt Autobahn.

Als die Piloten um 7 Uhr ihre Segelwagen für die ersten Läufe der Weltmeisterschaft präparieren, geht die Sonne milchig rot über dem Nordseebad an der Halbinsel Eiderstedt auf. Unter den Fahnen der 14 teilnehmenden Nationen sammeln sich die Fahrer auf der Sandbank unweit der markanten Pfahlbauten. Sie sind heiß auf die Rennen, trotz kalter Hände und klammer Füße. Die Blicke bang gerichtet auf das Wasser, das das Land nicht hergeben will. 

Die Rennleitung kann die Strecke nicht freigeben. „Zu gefährlich“, entscheidet Andrea Koch. Die Klassen 2 und 3, die größten und schnellsten Strandsegler, dürfen lediglich zu einer Proberunde aufbrechen. Aber maximal zehn Wagen auf einmal. Mehr Platz ist nicht. Und selbst bei der Probefahrt erreichen die Boliden mehr als 100 km/h – mit loser Schot. Der griechische Teilnehmer zerlegt seine Yacht an einem Priel. Die Planke bricht, wie ein Geschoss fliegt der abgetrennte Reifen, immer noch befestigt an der Wante, durch seinen Wagen, verfehlt den Piloten nur knapp. Er bleibt unverletzt. Und guter Dinge. Achselzuckend lässt er seine Yacht bergen und tauscht im Fahrerlager die geborstenen Teile aus. 

Auch die Klassen Standart und 5 müssen sich in Geduld üben. Ihr Kurs ist ebenfalls nicht für eine Regatta befahrbar. Nur die Miniyachten mit den beiden schnellsten Frauen der letztjährigen Europameisterschaft, Barbara Starke und Gitta Steinhusen, können auf der relativ tidenunabhängigen „Plate“ zwischen den Pfahlbauten ihre ersten vier Rennen starten. Das erfolgsverwöhnte deutsche Miniyacht-Team hat aber Startschwierigkeiten. Nachdem Europameister Sven Kraja in der Konstrukteursklasse 5 bei der diesjährigen WM an den Start geht, galt sein Konkurrent Sven Harder als Mitfavorit auf den WM-Thron. Doch Harder musste sich am Tag vor dem Start einer Schulterverletzung beugen, die er seit Wochen verschleppte – ein Sehnenanriss. Nach den ersten vier Rennen liegt Steinhusen in der Frauen-WM-Wertung vor Starke. Noch vor die beiden hat sich aber die Französin Sandrine Touqué geschoben.

Am Nachmittag machten die Miniyachten auf der „Plate“ den Standarts und der Klasse 5 Platz, die jeweils zwei Rennen segelten. Bei den Standarts überraschte im  ersten Lauf Michael Müller mit einem Sieg, im zweiten Lauf wurde er aber wieder in den hinteren Teil des Feldes verwiesen. Stattdessen segelte ein anderer deutscher Pilot auf das Podest in diesem Lauf. Roland Heß belegte Rang drei.

In der Klasse 5 strebt der Schleswiger Sven Kraja einen Medaillenplatz an, auch wenn die Franzosen die Konstrukteurswertung seit Jahren dominieren – und auch mit umstrittenen Neuerungen an ihren Segeln aufwarten. Nichtsdestotrotz segelte Kraja im ersten Lauf dem Feld davon, führt mit mehreren hundert Metern Vorsprung. Doch in der letzten Runde pirscht sich ein Konkurrent an den Segelmacher von der Schlei heran, und überholt ihn kurz vor dem Ziel. Kraja wird zweiter. Im zweiten Lauf reicht ihm ein fünfter Platz, um in den zweiten Regattatag als Dritter im Gesamtklassement zu starten.

Doch auch an Tag zwei setzt das Wetter den Strandseglern zu. Die „Plate“ säuft ab, starker Niederschlag verwandelt die Fläche in einen ruhenden See, dessen matschige Uferbereiche die Räder der Yachten wie Pattex verkleistern. Zweimal starten die Miniyachten zu einem Rennen, beide Male werden die Läufe aber abgebrochen. Tiefschwarze Wolken ziehen auf – und Flautenlöcher vor sich her.  Bitter für Gitta Steinhusen. Sie liegt als schnellste Frau auf Platz drei, als die Rennleitung die gelbe Flagge setzt: Rennabbruch.

Für die Klassen 2, 5 und Standart besteht der zweite Renntag aus Warten. Und Warten. Und Warten. Die Piste ist  wie am Vortag so schlecht, dass kein Rennen gestartet werden kann. Nur in der Klasse 3, der schnellsten Klasse, gibt es ein Rennen. In der sogenannten Formel-1 der Strandsegler erreichen die Wagen bis zu 130 km/h. Der deutsche Rekordmeister Hans-Werner Eickstädt, der in Sankt Peter-Ording aufgewachsen ist, will dieses Jahr ganz oben auf dem Treppchen landen. Mehrmals war er bereits Europameister, zweimal Vize-Weltmeister. Bei der Heim-WM will er seine Trophäensammlung diesmal komplettieren. 

Nach einem mittelmäßigen Start kommt Eickstädt immer besser ins Rennen, liest den Strand wie ein altbekanntes Buch, findet die besten Übergänge zwischen den Sandbänken. Am Ende kommt er auf Platz drei ins Ziel. Die Mission „Gold“ ist in greifbarer Nähe. Allerdings könnte das Wetter den 155 Piloten aus 14 Nationen einen Strich durch die Rechnung machen. Für Dienstag und Mittwoch ist Sturm und Regen angesagt. Die Hoffnung, dass die Sandbank sich bessert, schwindet. Bleiben nur noch die beiden letzten Regattatage am Donnerstag und Freitag. Erst am Freitagabend wird sich zeigen, ob das deutsche Team seinen Heimvorteil wird nutzen können. 

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Go for Gold – 155 Piloten aus 14 Nationen bei der WM

Sankt Peter-Ording (jeb) – Es ist die schnellste Sportart unter Segeln: Strandsegeln. Die GFK-Boliden auf drei Rädern erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Nur durch die Kraft des Windes. In Sankt Peter-Ording trifft sich vom 29. September bis 5. Oktober die Elite des spektakulären Sports zur Weltmeisterschaft. 155 Piloten, so werden die Segler offiziell genannt, aus 14 Nationen und von drei Kontinenten nehmen an den Titelkämpfen teil. Gestartet wird in fünf Klassen, die sich nach Größe, Bauart und Segelfläche unterscheiden. Die Rennen werden auf drei unterschiedlichen Kursen gesegelt. 

Die zwölf Kilometer lange Sandbank von Sankt Peter-Ording gilt als das anspruchsvollste Revier in ganz Europa. Keine andere Strecke verändert zwischen Flut und Ebbe so sehr ihr Profil, kommen neue Sandbänke hinzu, fressen sich Priele plötzlich durch die Strecke, entstehen Löcher aus dem Nichts, reißt ablaufendes Wasser tiefe Kanten in den Strand, wechseln sich brettharte Piste und weicher Sand so schnell ab. Spektakuläre Rennen und harte Zweikämpfe bei atemberaubendem Tempo sind garantiert. 

Als deutsche Medaillenhoffnung gilt der Schleswiger Sven Kraja, der in der Klasse 5, der Konstrukteursklasse, startet. National ist er seit vielen Jahren ungeschlagen, international schaffte er es mehrmals aufs Podium. Auf seinem Heimatkurs will er sich nun die Krone holen. Im vergangenen Jahr wurde Kraja in Irland in der Klasse Miniyacht Europameister. 

Den Weltmeistertitel in dieser Klasse peilt Sven Harder (Sankt Peter-Ording) nun an. In Irland wurde hinter Kraja Vize-Europameister. Bei den Miniyachten sind die deutschen Seglerinnen eine Bank. Mit Barbara Starke (Hamburg) und Gitta Steinhusen (Schleswig) gehen die erste und die zweite der vergangenen Europameisterschaft an den Start.

In der Klasse 2, der größten Segelklasse, wollen Schwachwindspezialist Kurt Wachkamp (Hattingen) und Sturmsegler Jens Markowitz (Juist) ihren Heimvorteil ausnutzen. In der Einheitsklasse Standart will Waldemar Konopka (Hamburg) seinen dritten Platz bei der letztjährigen EM wiederholen. Aber auch mit Manfred Nielsen (Buxtehude) und Roland Hess (Pinneberg) muss zu rechnen sein.

Das größte Teilnehmerfeld stellt mit 38 Startern die Klasse 3, die schnellste und spektakulärste Klasse. Gleich vier Piloten aus Deutschland haben das Potenzial auf den Podiumsplätzen zu landen. Arnd Mahrt (Sankt Peter-Ording) ist EM-Dritter des Vorjahres, Hans-Werner Eickstädt (Emmerich) Deutscher Rekordmeister. Arne Kelm (Kiel) machte bislang das deutsche Trio perfekt. Zu dieser Spitzengruppe hat dieses Jahr Roland Gäbler aufgeschlossen. Der fünfmalige Olympiateilnehmer im Tornado, Welt- und Europameister will seine Erfolge auf dem Wasser auch auf dem Strand feiern. 

Die Teilnehmer an der WM kommen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Irland, Dänemark, der Schweiz, Italien, Griechenland, den USA, Chile, Argentinien und Neuseeland. Und natürlich Deutschland.

Die Rennen beginnen am Sonntag, 30. September, um 9 Uhr auf der Sandbank in Sankt Peter-Ording. Jeden weiteren Tag verschiebt sich die Startzeit um 45 Minuten nach hinten. 

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Erst ohne Segel, dann ohne Plan

Römö (jeb) – Auch wenn Segelmacher Sven Kraja es nicht gerne hören wird, aber Segel sind anscheinend total überbewertet. Am Samstag bretterten die Piloten der Klassen 2 und 3 bei der Internationalen Regatta auf Römö über den Strand – ohne Segel, nur mit dem Profilmast. Arnd Mahrt erreichte bis zu 67 Stundenkilometer. Der Wind wehte heftig an diesem ersten Regattatag über die gigantische Plate – mit sechs bis sieben Beaufort. Der Sand verwandelte sich in fliegendes Schleifpapier und massierte die Gesichter wie Peelingcremé. Die Regattaleitung entschied sich aus Sicherheitsgründen, am ersten Regattatag nur die Miniyachten starten zu lassen. Und auch die erreichten an die 100 Stundenkilometer. 

Finde den Fehler! Richtig, der Segelwagen hat keine Segelnummer. Und kein Segel. Am zweiten Tag fuhr Arnd Mahrt dann mit Segel, aber ohne Plan

Der Kurs war anspruchsvoll. Gestartet wurde mit halbem Wind, dann ging es vor dem Wind zur ersten Wendemarke, kreuzen zur orangenen Zone, dann wieder downwind durch ein Gate, von dort zur vierten Wendemarke. Fünf Rennen konnten die Minis am Samstag segeln. Später wurde der Kurs um die Schikane entschärft. Insgesamt gingen 18 Starter auf die Strecke, unter anderem auch Piloten aus den Klassen, die nicht starten konnten. So auch Heiko Hartmann und Manfred Nielsen, die sich harte Zweikämpfe lieferten, bis Heiko Hartmann wieder einmal seinem Ruf als Raubein gerecht wurde und Manfred Nielsen von der Strecke schoss. Nutznießerin war Gitta Steinhusen, die die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde der frisch gebackene Deutsche Meister Weber, der im letzten Rennen wegen des immer stärker werdenden Windes aussetzte. Dritter wurde Martin Kann aus Dänemark. Bravurös trotze der YCSPO-Nachwuchs dem Starkwind. Bent Weber und John-Luik Mahrt hielten in dem gut besetzten Feld tapfer mit. 

Am Sonntag hatte sich der Wind beruhigt, wehte jetzt mit vier bis fünf Beaufort. Perfekt für rasante und spannende Rennen der Klassen, die am Vortag nicht starten konnten. Dafür setzten die Minis aus. Arnd Mahrt hätte in der Klasse 3 in vier Rennen vier Siege einfahren können. Hätte, wenn er sich die Strecke eingeprägt hätte. So bemerkte er erst in der zweiten Runde, dass er eine Wendemarke ausgelassen hatte. Robert Jacobsen nutzte die Gunst der Stunde und siegte im ersten Lauf. In den noch ausstehenden Rennen konzentrierte sich Mahrt aber und ließ sich nicht mehr von der Spitze vertreiben. Im Gesamtklassement siegte er vor Roland Gäbler und Robert Jacobsen. Jens Markowitz gewann die Rennen der Klasse 2 – er war aber auch sein einziger Gegner. 

In der Klasse 5, die zeitgleich mit den großen Klassen startete, setzte sich Eckhard Stiller vor Heiko Hartmann. Dritter wurde Nils Schönfeld. 

So sehen Sieger aus: Gitta Steinhusen (Mini), Eckhard Stiller (Klasse 5), Arnd Mahrt (Klasse 3) und Sven Kraja (Standart)

Bei den Standarts wollte es Sven Kraja noch einmal wissen. Bei seinem Debüt in der Klasse in Sankt Peter-Ording hatte er alle Rennen mit großem Vorsprung gewinnen – und wieder keinen Herausforderer finden können. Die routinierten Piloten kochten vor Wut, als Kraja selbst den Zweitplatzierten überrundete. Auf Römö forderten sie Revanche. Aber auch diesmal gab es kein Pardon. Kraja siegte in alle drei Läufen. Manfred Nielsen fuhr auf Platz zwei vor Roland Hess.

Im Fußballerjargon würde man sagen: Auswärts ist der YCSPO ganz stark!

 

 

 

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Gluck, gluck, weg war er

Sankt Peter-Ording – Das Foto könnte auch in irgendeinem Familienalbum in irgendeiner Stadt in Deutschland kleben. Daneben der Schriftzug: Nordseeurlaub 2018. Drei glückliche Menschen. Zufrieden und auch ein bisschen erschöpft. Der Mann, ganz altmodsich, in der Mitte, die Frau zu seiner linken, der Junior rechts. Nur die Medaillen, die um die gebräunten Hälse baumeln, verraten, dass hier keine Familie in die Kamera lächelt, sondern dass es sich um Rivalen der Rennbahn handelt. Noch kurz zuvor kämpften sie bei stürmischem Wind um jeden Zentimeter, der über Gold, Silber und Bronze entscheiden konnte. Und schenkten sich nichts. Nicht mal ein Lächeln. 

Was war das für ein Wochenende gewesen? Aus allen Teilen der Republik – sogar aus Belgien und auch aus Bayern – waren sie nach Sankt Peter-Ording gekommen, um bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der Strandsegler ihre Besten zu ermitteln. Viel hatten sich die Piloten vorgenommen, sie wollten kämpfen, kreuzen und halsen, alte Rechnungen begleichen und neue aufmachen, sich warm segeln für die Weltmeisterschaften Ende September am gleichen Ort. Die letzte Regatta vor der Sommerpause sollte etwas ganz Besonderes werden, Ausgleich sein für viele ausgefallenen Rennen, weil der Wind sich diese Saison meist versteckt hatte. Doch an diesem Wochenende, da sollte er wehen. Am Samstag noch etwas verhalten, am Sonntag dann kräftig. Optimale Voraussetzungen für eine faire Meisterschaft, schwache Winde für die feinfühligen Taktiker, Sturm für die furchtlosen Draufgänger. Und dann war da: kein Strand. 

Ohne Strand nix los

Als wäre die Nordsee nicht schon groß genug, nein, an diesem Wochenende ergriff sie auch noch Besitz vom Strand, überspülte ihn, weichte ihn auf wie Treibsand, verwandelte die harten Pisten in Moorlandschaften aus Matsch und Schlick, hinterließ beim Ablaufen unpassierbare Hürden zwischen den Sandbänken, so dass die Segler sie nicht wechseln konnten. Dazu am Sonntag der starke Wind, der die Segelwagen auf über 100 Stundenkilometer beschleunigte. Zu schnell bei so wenig Platz. Für die großen Segelwagen der Klassen 2 und 3 war die Meisterschaft gelaufen, ohne dass sie angefangen hatte. Nur die kleineren Klassen fanden noch ein wenig Platz am sonst so endlosen Strand. Doch selbst in den Klassen 5 und Standart, der Konstrukteurs- und der Einheitsklasse, konnten jeweils nur zwei Rennen gesegelt werden. 

In der Klasse 5 dominierte wieder mal der Schleswiger Segelmacher Sven Kraja das Feld. Zwei Starts, zwei Siege. Alles wie gehabt. Langweilig. Der zweite Platz ging an den Dauerzweiten Heiko Hartmann. Immerhin musste um den dritten Platz gekämpft werden. Am Ende teilten ihn sich Helge Bents und Eckhard Stiller.

In der Einheitsklasse Standart ging es in den vergangenen Jahren oft nur um die Frage, ob Waldemar Konopka oder Manfred Nielsen die Nase vorne haben wird. Auch diesmal lieferten sich die beiden wieder Kopf-an-Kopf-Rennen, nur ging es nicht um Gold und auch nicht um Silber. Es ging um Bronze. Dass sie sich am Ende den dritten Platz teilen mussten, war nur fair. Der Mann der Meisterschaft war Roland Heß, der bereits bei den vergangenen Regatten immer mal wieder die Spitze übernommen hatte. An diesem Wochenende war ihm mit zwei Siegen in zwei Rennen die Auszeichnung als schnellster deutscher Standart-Pilot nicht zu nehmen. Auf Rang zwei segelte souverän Stephan Naujoks mit zwei zweiten Plätzen, der vor der WM in die Spur zu kommen scheint. In der vergangenen Saison hatte er viele Regatten ausfallen lassen, jetzt, mit jedem Rennen, wird er immer schneller.

Jung gegen alt

Mit 17 Startern erfüllten die Miniyachten als einzige Klasse die Anforderungen an eine offizielle Deutsche Meisterschaft. Und die kleinsten sind in Deutschland ganz groß. Das deutsche Team segelte bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr der internationalen Konkurrenz um die Ohren. Doppelsieg bei den Männern wie bei den Frauen. Gold in der Mannschaft. Von dem Erfolgsquartett ging bei der Deutschen Meisterschaft aber nur Gitta Steinhusen an den Start. Wer glaubte, ihr Sieg sei bereits ausgemachte Sache, der sollte sich täuschen. Schon bei der vergangenen Regatta hatte sich der Nachwuchs in bestechender Form gezeigt. Ehrfurcht vor den alten Recken? Weit gefehlt! 

Wer wird Deutscher Meister? Olaf Weber (Mitte) vor Michel Boldyreff (links) und Gitta Steinhusen

Die Youngsters Fynn Beugholt und Michel Boldyreff segelten zeitweise wie in einer eigenen Liga. Beugholt konnte zwei der sieben Rennen gewinnen, Boldyreff fuhr viermal als zweiter über die Ziellinie. Beugholt hätte sogar gute Chancen auf den Sieg gehabt, ein missglückter Start, bei dem er die Startlinie frühzeitig querte, brachte ihm aber so viele Strafpunkte ein, dass er im Gesamtklassement auf den vierten Platz zurückfiel, da konnte auch der Sieg im letzten Rennen nur schwer trösten.

Schon vor dem letzten Lauf war klar, wer einen Platz auf dem Treppchen sicher haben wird. Da war Gitta Steinhusen, die Vize-Europameisterin. Das Nachwuchstalent Michel Boldyreff. Und der Routinier Olaf Weber, der bei den stürmischen Winden am Finaltag alles nutzte, was er hatte. Vor allem sein Gewicht. Den fünften und sechsten Lauf hatte er gewonnen, lag einen Punkt vor Boldyreff. Vor ihnen nur noch Gitta Steinhusen. Doch die erwischte einen schlechten Start, verlor an Boden und kam auf dem neunten Platz ins Ziel. Ihr schlechtestes Ergebnis an diesem Wochenende. Vorne segelte Boldyreff an Weber vorbei, lag auf Goldkurs, aber dazu hätte sich jemand zwischen die beiden setzten müssen. Niemand schaffte das. Nach sieben Rennen hatten Weber und Boldyreff jeweils 14 Punkte, Steinhusen 15. Der vierte, Beugholt, aufgrund der Strafzähler bereits 29. Weil Weber aber zwei Rennen gewonnen hatte, siegte er im direkten Vergleich und darf sich nun Deutscher Meister nennen. Den Angriff der Talente hat er noch einmal abwehren können. Aber sie sitzen ihm im Nacken. 

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Achtung: Die jungen Wilden kommen!

Sankt Peter-Ording – Sie sind jung, sie sind wild – und vor allem sind sie sehr schnell. Bei der Jugendmeisterschaft des Yachtclubs Sankt Peter-Ording (YCSPO) wurde manch altem Hasen angst und bange um seine Meriten, als er den Segelnachwuchs kreuzen und halsen sah, als säße er bereits seit vielen Jahren in einem Strandsegler. 

Regattaleiter Sven Harder hatte einen anspruchsvollen Viereck-Kurs auf der Plate gesteckt. Bei besten Bedingungen mit vier Windstärken konnten fünf Rennen in der Klasse Mini gestartet werden. Überragend segelte der erst 14-jährige Michel Boldyreff, an dessen Hinterreifen sich Titelverteidiger Fynn Beugholt festbiss, der wiederum von Justus Hanke verfolgt wurde. In allen Rennen segelte das Trio in dieser Reihenfolge durch das Ziel. Auf den Plätzen vier bis sechs folgten Bent Weber, Jan Luc Mahler und John Luik Mahrt. 

Auf welchem Niveau der Nachwuchs segelt, bewies er beim Friedrich-Gerlach-Pokal, der ebenfalls an diesem Wochenende ausgesegelt wurde. Michel Boldyreff und Fynn Beugholt setzten sich in der Mini-Klasse in der Spitze fest und konnten jeweils ein Rennen gewinnen, fuhren mehrmals auf zweite und dritte Plätze und ließen routinierte Segelveteranen ratlos und kopfschüttelnd zurück. Die Jugend schiebt langsam aber sicher die Senioren in Altersteilzeit. 

Schneller als der Wind: Sieger der Jugendmeisterschaft Michel Boldyreff (Mitte), Fynn Beugholt (rechts) und Justus Hanke

Anders in der Klasse 2, der Gentlemen-Class mit Frauenduldung. Nachdem am Samstag die Rennen – wieder einmal – der Flaute zum Opfer fielen, setzte am zweiten Regattatag der Grandseigneur aus Hattingen ein Ausrufezeichen. Drei Starts, zwei Siege für Kurt Wachkamp. Vom Pech verfolgt war Wolfgang Bartling noch bei der Pfingstregatta, dieses Mal blieb er von Bruch verschont und segelte souverän mit einem Sieg im dritten Lauf auf den zweiten Platz. Der erfolgsverwöhnte Jens Markowitz erwischte einen schlechten Tag, kam über den dritten Platz nicht hinaus. 

In der Klasse 3, der schnellsten Klasse, stahl der Belgier Ivan Ameele erst den deutschen Startern die Schau, dann den Sieg. Nach „konditionellen Problemen“ bei der Pfingstregatta und einem daraus resultierenden Abbruch der Rennen, nutzte der amtierende Europameister die Regatta als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die vom 29. September bis zum 5. Oktober in Sankt Peter-Ording ausgetragen wird. Drei Rennen, drei Siege gingen nach Belgien. Nur Lokalmatador Arnd Mahrt, Dritter bei der letztjährigen Europameisterschaft in Hoylake, konnte mit drei zweiten Plätzen einigermaßen Paroli bieten. Arne Kelm kam drei Mal nur als Dritter ins Ziel. Für den ambitionierten Kieler und Deutschen Meister von 2016 ein mittelprächtiges Ergebnis. 

Stark dezimiert ging die wiedererstarkte Standart-Klasse an den Start. Die Top-Piloten Manfred Nielsen und Waldemar Konopka fehlten. Schade, denn Neuzugang Kay-Enno Brink, der vergangenes Jahr noch in der Klasse 3 startete, scheint endlich die richtige Spur an seinem neuen Segelwagen eingestellt – und in selbige gefunden zu haben. Zwei der drei Rennen konnte er gewinnen. Das dritte Rennen ging an Stephan Naujoks. Auf den dritten Rang segelte Roland Heß. 

In zwei Wochen, am 16. und 17. Juni, findet dann die Internationale Deutsche Meisterschaft in Sankt Peter-Ording statt. Bei hoffentlich Wind an beiden Renntagen. 

Internationale Deutsche Meisterschaft

Die letzten Tage des Sommers: Deutsche Meisterschaften im Strandsegeln 2019

Der (kalendarische) Sommer 2019 präsentierte sich an seinen letzten Tagen mit Sonnenschein und fast 20 Grad, als sich Deutschlands Strandsegler erstmals nach der Sommerpause wieder zum Regattasegeln in St. Peter-Ording trafen, diesmal um die Deutsche Meisterschaft.

Doch bei Sonnenschein und fast 20 Grad bewegte am Sonnabendmorgen kein Lüftchen die Fahnen auf dem Yachthafen. Statt zu segeln, nutzten die Pilotinnen und Piloten den Tag, um sich nach der Sommerpause über die neuesten Ideen auszutauschen oder schon einmal ihre Yachten durch knietiefen weichen Sand vom Strandweg bis vor die erste Düne zu bringen.

  

Am Abend wurde beim YCSPO-Oktoberfest bei Spanferkel im neu verschalten und mit neuen Sonnenschirmen vom Sponsor Budvar ausgestatteten Clubhaus zünftig in Lederhose, Dirndl und Fischerhemd gefeiert.

Am Sonntagmorgen wehte der Wind dann mit 3 Bft. von Ost bei schönsten Sonnenschein und ermöglichte in den Klassen 2, 3, 5 und Standart jeweils drei Rennen, während in der Klasse Mini insgesamt fünf Läufe gesegelt werden konnten. Für eine deutsche Meisterschaft reichte es aufgrund zu kleiner Teilnehmerfelder lediglich in den Klassen 2 und Mini.

Vor der Preisverleihung wurde ein neuer, aus Spenden der Nord-Ostsee-Sparkasse, Frogsails, der Strandsegelschule und Einzelspenden finanzierte Vereinswagen der Klasse Mini eingeweiht. Reneé Beugholt, neueste Pilotin im Verein, taufte ihn auf den Namen „Speedster“.

Der Titel eines deutschen Meisters im Strandsegeln in der Klasse 2 ging an Christian Düber vor Jens Markowitz und Wolfgang Bartling. Als bester Pilot in der Klasse 3 siegte Arne Kelm vor Arnd Mahrt und Karl-Heinz Wendisch. In der Klasse Standart wurde Waldemar Konopka als bester deutscher Pilot vor Anke Münch und Manfred Nielsen ermittelt. Bester in der Klasse 5 wurde Sven Kraja vor Heiko Hartmann und Wolfgang Bischoff. In der Klasse Mini, mit 20 startenden Yachten das größte Teilnehmerfeld, setzte sich Dirk Franke als deutscher Meister 2019 vor Martin Köhle und Rüdiger Grassy durch. Alle Ergebnisse finden sich wie gewohnt auf http://www.ycspo.de/ergebnisse-2018-2/

Larissa Schippang

Photos von Nahid Gäbler

(Fast) nichts Neues beim Vorstand

Sankt Peter-Ording (jeb) Und schon wieder sind zwei Jahre vergangen. Das merken Mitglieder des Yachtclubs Sankt Peter-Ording immer daran, dass Neuwahlen des Vorstandes auf die Tagesordnung bei der Hauptversammlung drängen. Am Karfreitag war es wieder soweit.

Um es vorweg zu nehmen: Überraschungen gab es keine. In den nächsten zwei Jahren wird weiterhin Christoph Hanke den Verein als Präsident repräsentieren, unterstützt vom 2. Vorsitzenden Karsten Meyer. Auch die anderen Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Andrea Koch als Finanzvorstand, Andreas Pawlik als Sportwart, Paul Mahrt als Technikwart, Sven Harder, der sich um die wichtigsten Mitglieder kümmert, die Jugendlichen, Jens Brambusch als Pressewart – und natürlich die unersetzbare Kirsten „Kirsche“ Anton, die heimliche Chefin des Vereins, ohne die nichts laufen würde. Unsere „General“-Sekretärin.

Jürgenvorstand  Gestatten: Jürgen Raths

Verlassen hat den Vorstand der Hobie-Cat-Segler Lars Reinecke als Beisitzer. Als Nachfolger gewählt wurde Jürgen Raths. Bei Regatten ist der fleißige Flaggenwart im Helferteam schon lange nicht mehr wegzudenken. Bereits bevor die Piloten ihre Yachten präparieren, packt er den Hänger für die Regattastrecke, baut auf, sichert ab und hat auf seinem Quad immer ein wachsames Auge auf gestrandete Segler. Er hilft, birgt und versorgt. Auch im Clubhaus bringt er sich ständig ein. Eine gute Wahl!

Wenn der Vater mit dem Sohne…

Sankt Peter-Ording (jeb) Für das ZDF-Magazin „Terra X“ sind Paul und Arnd Mahrt in ihre Strandsegler gestiegen und haben sich ein Duell auf der Sandbank von Sankt Peter-Ording geliefert. Fünf Kilometer, Vater gegen Sohn.

Schönstes Zitat: „Mensch Paul, gib Gas. Sonst hat Dich Dein Junge gleich eingeholt!“

Wer am Ende gewonnen hat? Seht selbst…

Das Beste hat das ZDF natürlich gleich zu Beginn des Beitrags gesendet.

Hier geht es zu dem Video

Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.04.25 Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.34.05 Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.34.44 Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.35.03 Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.36.25 Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.36.54Bildschirmfoto 2015-07-31 um 20.04.25

Strandsegeln und Eierlaufen

St. Peter-Ording (20.06.15) KA

Was haben Strandsegeln und Eierlaufen gemeinsam? Eigentlich nichts, wenn sich da nicht eine Truppe von 10 Strandseglern in St. Peter-Ording zu „Pauls Eierregatta“ am Strand getroffen hätte, um eine besondere Spaßregatta zu segeln. Paul Mahrt, langjähriger Pilot der Klasse III,  ist der Initiator dieser Regatta. „Wir müssen mehr segeln, und zwar nicht  nur zu den Ausscheidungsregatten für die Europameisterschaften, sondern auch nur so zum Spaß“, so Paul Mahrt und erweckte diese kleine Regatta zum Leben.

4 Rennen wurden am letzten Samstag (20.06.15) gesegelt, 10 Strandsegler waren dem Aufruf von Paul Mahrt gefolgt, 7 Piloten in der Miniklasse, 3 Piloten der Promo-Klasse. Jeder Pilot musste zu Beginn mit einem gekochten Ei zu seinem Segelwagen laufen, das Ei irgendwo am Körper aufbewahren und der Rennleitung nach dem Rennen vorzeigen. Die Eier mussten heil ankommen, sonst gab es einen Strafpunkt. Ein Pilot verlor das Ei schon auf dem Weg zum Segelwagen und kam ohne Ei ins Ziel. Den Namen dieses Piloten wollen wir aber für uns behalten.

Als nächste Aufgabe mussten die Piloten an einem Stück Tau einen Palstek (Seglerknoten) auf dem Rücken machen. Hier erwies sich Segellehrer Sven Harder als besonders talentiert. Er hatte blitzschnell den Knoten geknüpft und konnte das 2. Rennen beginnen. Einige „alte“ Segler haben den Knoten leider nicht geschafft!! Auch hier hagelte es Strafpunkte.

Nach 3 Rennen auf der Plate wechselten die Piloten auf die Sandbank am Meer. Hier wurde eine Langstecke bis fast zum Böhler Pril gefahren. Hansi Dibbert, aktiver Pilot der Klasse II, war hier unschlagbar und erreichte das Ziel (eine Flasche Eierlikör) als erster.

Im 4. und letzten Rennen war Sven Harder nicht einholbar. Kay-Enno Brink war ihm aber stets knapp auf den Fersen und erreichte damit insgesamt den 2. Platz. In der Klasse Promo teilten sich am Ende Peter-Biner Wulf und Thomas Sellin punktgleich den 1. Platz.

Ergebnisse:

Eierregatta

Hier schöne Impressionen der Eierregatta

Bildgalerie

 

Mit 114 Sachen nach Belgien

Sankt Peter-Ording (jeb) Das hat es selten gegeben. Nach dem ersten Rennen des sechsten und alles entscheidenden Ausscheidungsblocks für die Europameisterschaft in Belgien rotteten sich die Piloten der Klassen 2 und 3 zusammen und weigerten sich erneut auf die Startlinie zu fahren. Zu gefährlich!

Der Wind blies mit fünf bis sechs Windstärken aus West. Halber Wind über den gesamten Kurs. Das heißt auf beiden Wegen zwischen den Wendemarken Höchstgeschwindigkeit. Mehrfach wurden über 110 Stundenkilometer gemessen, Spitze 114 km/h. Der Strand war eine einzige Herausforderung. Einige Segelwagen tänzelten auf dem ribbeligen Untergrund, wurden in Böen meterweit versetzt. Etliche Piloten drehten „Korkenzieher“ in den Wenden, weil sie die Geschwindigkeit nicht rechtzeitig reduzieren konnten, sahen sich nach ungewollten 180-Grad-Drehern Auge mit Auge mit den heranstürmenden Verfolgern.

Erst als der Wind ein wenig nachließ, die Böen an Kraft verloren hatten, gingen die großen Klassen wieder an den Start. In der Zwischenzeit trotzten die kleineren Klassen dem Sturm und setzten ihre Rennserie auf einem ungefährlicheren Kurs fort. In der Miniklasse bereitete Sven Kraja der weiblichen Dominanz des vorherigen Regattawochenendes ein Ende und gewann bei seiner Rückkehr alle der insgesamt sieben Rennen des Wochenendes. Auf Platz zwei segelte Barbara Starke gefolgt von Gitta Steinhusen. Im Standard siegte Michael Müller vor Joachim Sackhoff. In der Klasse 5 gab es mit Nils Schönfeld nur einen Starter.

In der Klasse 2 feierte Jens Markowitz einen fulminanten Einstieg. Aufgrund einer Operation musste der Juister einige Regatten ausfallen lassen, stieg in dieser Saison von der Klasse 3 in die Klasse 2. Bei seinem Debüt siegte er in fünf von sechs Läufen. Nur einmal musste er sich dem Würzburger Andy Gerlach geschlagen geben, der an diesem Wochenende den zweiten Platz belegte. Dritter wurde Karsten Meyer, obwohl er im letzten Rennen nach einem Achsbruch ausgeschieden war. Kurt Wachkamp, der als Führender des Gesamtklassements  in den sechsten Ausscheidungsblock gestartet war, entschied sich nach einem leichten Crash im ersten Lauf, die Rennen nicht mehr fortzusetzen.

Das größte Teilnehmerfeld stellte wieder die Klasse 3. Während in der Spitzengruppe der Ausgang der Rennen keinen Einfluss mehr auf deren Qualifikation für die Europameisterschaft hatte, kämpften auf den hinteren Plätzen einige Piloten noch um die begehrten Tickets für Belgien und lieferten sich harte Wettkämpfe.

Hans-Werner Eickstädt konnte an diesem Wochenende alle sechs Rennen gewinnen. Somit setzte er sich in der Gesamtwertung an die Spitze, obwohl er zwei der sechs Ausscheidungsblöcke nicht mitsegelte. Auf den Plätzen folgten an diesem Wochenende Christoph Hanke, Arnd Mahrt und Norbert Paulsen. Auch in der Gesamtwertung belegen die vier Piloten in gleicher Reihenfolge das Klassement.

Für das deutsche Team werden bei den Europameisterschaften in De Panne folgende Mitglieder des Yachtclubs Sankt Peter-Ording starten.

Miniyacht: Gitta Steinhusen, Barbara Starke, Harald Fien, Robert Jacobsen, Anke Münch sowie Reinhard und Christel Kranz.

Klasse 5: Sven Kraja und Heiko Hartmann.

Standart: Waldemar Konopka, Manfred Nielsen, Michael Müller und Nils Münch.

Klasse 2: Andy Gerlach, Kurt Wachkamp, Jens Markowitz, Karsten Mayer, Sascha Baeyer und Imke Borowski

Klasse 3: Hans-Werner Eickstädt, Christoph Hanke, Arnd Mahrt, Norbert Paulsen, Karl-Heinz Wendisch, Paul Mahrt, Jens Brambusch, Kay-Enno Brink, Wolfgang Bartling und als Nachrücker Arne Kelm.

Die Ergebnisse finden Sie hier

Foto: Herzlichen Dank an die Ford-Fotogruppe. Das Bild entstand bei der diesjährigen Pfingstregatta

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Moin alle miteinander!

ich wollte nur kurz vermelden, dass die neue Seite online ist. Viel Spass beim Stöbern!

Momentan funktionieren noch nicht alle Bildverlinkungen, z. B. die Galeriebilder der Piloten.

 

Diese sind beim Umzug vom Test- auf den richtigen Server kaputt gegangen. Wir werden in den nächsten Tagen diese Bilder reparieren.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch bitte bei mir.

Klaas Mahler 0177-85 05 102  klaas@mahler-design.de

 

Viele Grüße von Klaas

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