Berck – Das Imperium schlägt zurück

Berck sur mer – Kaum ist der Kurs anspruchsvoller als das ewige Karussellgeschäft bei der Euro, da sind plötzlich auch die deutschen Piloten wieder im Rennen. Und das sogar ziemlich eindrucksvoll. Bei der 50. Auflage des Strandsegelklassikers „6 Stunden von Berck“ kämpften sich die deutschen Teams am Samstag bei gutem Wind über die – nennen wir es mal ‚abwechslungsreiche’ – Piste mit tiefen Löchern, weichem Sand und viel, viel kaltem Wasser. Die Priele waren zeitweise tiefer als hüfthoch – Paul Mahrt und Jens Brambusch haben das amtlich vermessen. Die Wasserlinie war deutlich über dem Bauchnabel. Teilweise konnten die abgesoffenen Strandsegler nur mit Hilfe von Quads aus den Fluten gerettet werden.

Schnellster YCSPO-Segler war Arne Kelm, der im deutsch-französischem Team zusammen mit Honoré Morel, auf den dritten Platz fuhr. Hinter dem Siegerteam Olivier Imbert (Frankreich) und Ivan Ameele (Belgien) sowie Amaury Lequette (F) und Egon Plovier (B). Hinter Arne Kelm belegte Hans-Werner Eickstädt zusammen mit Jan Vercamen (B) den vierten Platz. Das beste rein deutsche Team mit Arnd Mahrt und Sven Kraja fuhr auf Platz sieben.

Arnd Mahrt und Sven Kraja (Foto: Kai Uwe Eilts)

Arnd Mahrt und Sven Kraja (Foto: Kai Uwe Eilts)

Insgesamt waren 45 Teams bei der härtesten Strandsegelregatta der Welt an den Start gegangen, bei der zwei Piloten ein Team bilden und sich beim Segeln abwechseln. Zwölf Teams hatten dabei Beteiligung von Piloten aus Sankt Peter-Ording. Besondere Beachtung verdient dabei das Gespann Paul Mahrt und Peter Biner Wulf, das an Lebenserfahrung nicht zu überbieten war. Zusammen kommen die beiden auf 150 Lenze. Dagegen erscheint das 50-jährige Jubiläum der „6 Stunden von Berck“ geradezu knabenhaft. In der Gesamtwertung fuhren die beiden Grandseigneurs auf den 30. Platz.

Peter Biner Wulf und Paul Mahrt: 150 Jahre geballte Erfahrung (Foto Kai Uwe Eilts)

Peter Biner Wulf und Paul Mahrt: 150 Jahre geballte Erfahrung (Foto Kai Uwe Eilts)

Das einzige reine Damenteam kam ebenfalls aus Sankt Peter-Ording. Meike Meyer und Michaela Schulz kämpften sind bravurös über die Piste und belegten am Ende 35. Platz. Andy Gerlach und Bernard Morel hatten das größte Pech bei der Verlosung der Startplätze. Sie mussten vom letzten Platz starten, was bei dem legendären Le-Mans-Start gute 500 Meter Distanz zum ersten Starter ausgemacht haben dürfte. Dennoch schafften die beiden es, sich bis auf den 15. Platz vorzufahren.

Trotz diverser Ausfälle im Feld erreichten alle deutschen Piloten ohne großen Bruch das Ziel am ersten Tag. Am zweiten Tag konnte das Rennen nicht fortgesetzt werden – Flaute. Dafür schien aber die Sonne.

Weitere Platzierungen mit Beteiligung von YCSPO-Piloten:

19. Karl-Heinz Wendisch/Sven Harder 

23. Karsten Meyer/Bert Christianes 

33. Jens Brambusch/Graham Miatt 

34. Georgios Keramas/Ilija Robotta 

41. Hans Carsten/Julian Lamaux 

43. Eke Bauer/Bruno Berry 

 


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