Das beste Team ever, ever, ever

Laytown (jeb) – Irland, die grüne Insel, ist grün vor Neid. Die deutschen Strandsegler haben die Europameisterschaften in Laytown bei Dublin dominiert und ihre Fußabdrücke tief in das Podium gedrückt. In den kleinen Klassen sind die Piloten vom YCSPO ganz groß, bei den Miniyachten Spirit konnte nur der Franzose Mathieu LaNelle mit einem dritten Platz in der Einzelwertung zwischen die deutschen Piloten segeln. Ansonsten war das Treppchen schwarz-rot-gold. So ein Ergebnis hat es bei internationalen Titelkämpfen für die Truppe aus Sankt Peter-Ording noch nie gegeben.

Unseren Seglern kam dabei die anspruchsvolle Piste entgegen. Jeden Tag konnten bei meist kräftigen Winden mehrere Rennen gesegelt werden. Sonne und Regen wechselten sich ab, Priele schlängelten sich durch die Kurse, Sandbankwechsel endeten oft in tiefen Wasserlöchern. Sankt Peter lässt grüßen.

Frauenpower

Frisch gewaschen zum Titel: Barbara Starke (FOTOS WALTER CARELS)

Der Frauenpower aus Eiderstedt hatte keine Nation etwas entgegenzusetzen. An die Spitze der Frauenbewegung setzte sich Barbara Starke, der nur Gitta Steinhusen folgen konnte. Mit etwas Abstand folgte Larissa Schippang. Nach fünf Renntagen stand das Trio auf dem Treppchen. Gold, Silber und Bronze für Deutschland. Barbara Strake ist damit offiziell Europameisterin. Dazu – natürlich – gab es noch einmal Gold in der Mannschaftswertung.

Gitta Steinhusen, Barbara Starke, Larissa Schippang (v.l.): Silber, Gold, Bronze in der Frauenwertung, in der Mannschaft Gold

Der doppelte Sven

Einige Zeit sah es so als, als würden die Männer es den Frauen nachmachen. Sven Kraja und Sven Harder lieferten sich an den beiden ersten Tagen ein erbittertes Rennen um die Spitzenposition. Heiko Hartmann und Kay-Enno Brink folgten auf den Plätzen. Doch dann drehte der Franzose auf und biss sich auf Platz drei fest. Und der doppelte Sven? Kraja, der Segelmacher aus Schleswig, hatte nicht vor, Spannung aufkommen zu lassen. Von Tag zu Tag segelte er von Sieg zu Sieg. Harder, der Segellehrer aus Sankt Peter-Ording, kämpfte um den Anschluss, musste in einigen Rennen aber auch mit ansehen, wie andere Segler einen Keil zwischen die Namensvetter trieben. Am Ende siegte Sven Kraja nach Abzug der Streicher sensationell mit 0 Punkten. Harder sicherte sich mit 22 Zählern und reichlich Abstand zu Platz drei Silber. Heiko Hartmann verpasste knapp den Sprung aufs Treppchen, gefolgt von Kay-Enno Brink auf Platz fünf. Für diese Leistung gab es natürlich ebenfalls Gold in der Mannschaftswertung.

Sven Glückspilz x 2: Sven Harder und Sven Kraja (v.l.) holten Silber und Gold in der Klasse Mini Spirit

7 von 10

In der Gesamtwertung fuhren auch Barbara Starke (7. Platz) und Gitta Steinhusen (9. Platz) in die Top Ten. Nils Münch kam auf den achten Platz. Das heißt: Unter den schnellsten zehn Piloten waren sieben Deutsche.

Kein Standard bei Standart

Das größte Teilnehmerfeld stellten die Standarts. Für Deutschland gingen hier Waldemar Konopka, Michael Müller und Anke Münch an den Start. Für Konopka glichen die Rennen einer Achterbahnfahrt. Mal kam er als Zweiter durchs Ziel, mal wurde er auf den 22. Platz durchgereicht. Mal lag er auf SIlberkurs, dann schubsten ihn die Konkurrenten vom Podest. Nach zwölf Rennen aber stand fest: Mit vier Punkten Vorsprung hat Konopka Bronze gewonnen. Zusammen mit Michael Müller (24. Platz) und Anke Münch (Platz 27.) reichte es in der Teamwertung ebenfalls für Bronze.

Nach hartem Kampf: Waldemar Konopka holt Bronze

Siegerkranz

Das beste Ergebnis eines deutschen Teams bei einer Europameisterschaft rundeten Reinhard und Christel Kranz mit ihren Blokarts ab. Weil nicht genügend Teilnehmer gemeldet hatten, war der Wettbewerb zwar keine offizielle EM, aber beide gewannen ihre Wertungen.

Noch einmal zum Genießen der Medaillenspiegel: In den Einzelwertungen gab es zweimal Gold für Sven Kraja und Barbara Starke, zweimal Silber für Sven Harder und Gitta Steinhusen, zweimal Bronze für Waldemar Konopka und Larissa Schippang. Dazu jeweils Gold für die Männer und Frauen in der Mannschaftswertung Mini Spirit und Bronze für die Standart-Piloten.

Und jetzt: Hoylake

Kommende Woche geht es weiter, auf der anderen Seite der Irischen See. In englischen Hoylake kämpfen dann die Piloten der Klassen 2,3 und 5 um Edelmetall. Auch Sven Kraja ist dann wieder dabei. In der Klasse 5.

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