Die Euro-Krise

De Panne/Oostduinkerke – Alle reden über die Euro-Krise. Das deutsche Team der Strandsegler hat sie erlebt. Es gab Überschläge, Mastbrüche, Crashs unter Teamkollegen mit Totalschaden an den Yachten, Enttäuschungen und: eine Handvoll Nierensteine.

Kurzum: Bei den Europameisterschaften in De Panne und Oostduinkerke konnten die Erwartungen der deutschen Strandsegler nicht erfüllt werden. Das Team tat sich schwer mit den Karussell-Kursen, die an fast allen Tagen gesegelt werden mussten. Halber Wind, wenig Manöver, rauf, runter, rauf runter. Und das beinahe in allen Klassen.

Wo viel Schatten, da ist natürlich aber auch Licht. Und das strahlt auf Barbara Starke. Sie holte die einzige Medaille in einer Einzelwertung – Bronze bei den Frauen in der Klasse Miniyacht. In der Mannschaftswertung ging das Team aber leer aus. Bester Deutscher war Sven Harder auf Platz 17, gefolgt von Robert Jacobsen auf Platz 19 und Barbara Starke auf Platz 21.

Starke Starke: Barbara Starke (rechts) holte Bronze bei den Frauen in der Klasse Miniyacht. Foto: Sven Harder

Zum Greifen nahe schien die Bronzemedaille auch für Sven Kraja in der Klasse 5. Nach zehn Rennen fehlten dem Dritten der Weltmeisterschaft von 2014 nur zwei Punkte zum Edelmetall. Da am letzten Regattatag wegen Flaute die Rennen ausfielen, hatte Kraja keine Chance mehr, den Rückstand aufzuholen. Dabei hatte er noch im neunten Rennen das Feld hinter sich lassen können. In der Mannschaft sicherte sich das Deutsche Team mit Sven Kraja, Heiko Hartmann (Platz 9) und Thomas Bents (13) die Silbermedaille.

Nasse Angelegenheit: Sven Kraja in seiner Klasse-5-Yacht. Er verpasste knapp die Bronze-Medaille. Foto: Kai-Uwe Eilts

Nasse Angelegenheit: Sven Kraja in seiner Klasse-5-Yacht. Er verpasste knapp die Bronze-Medaille. Fotos (2): Kai-Uwe Eilts

Die Standartpiloten Manfred Nielsen (Platz 10), Waldemar Konopka (20) und Roland Hess (27) holten in der Mannschaft ebenso Bronze wie das deutsche Team der Klassen 2 und 3. In der Klasse 2 schafften es Jens Markowitz (6), Kurt Wachkamp (20) und Karsten Meyer (22) auf das Podium. Jens Markowitz, der zu Beginn dieser Saison in die Klasse 2 gewechselt war, konnte im ersten der acht Rennen einen dritten Platz erkämpfen. Kurt Wachkamp hatte direkt im ersten Rennen Pech und wurde in einen Crash verwickelt. In drei der acht Wettfahrten konnte er nicht an den Start gehen.

In der Klasse 3 belegte Hans-Werner Eickstädt als bester Deutscher insgesamt den sechsten Platz. In zwei der neun Rennen hatte er auf das Podium fahren können. Einmal wurde er Zweiter, einmal Dritter. Zusammen mit Arne Kelm (16) und Arnd Mahrt (17) reichte es in der Mannschaft hinter Frankreich und Belgien zu Platz drei.

Alle Ergebnisse der Europameisterschaften finde Sie hier.

Bilder von Walter Carels gibt es hier.


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