Die Spiele sind eröffnet

Sankt Peter-Ording (jeb) Die Winterpause ist vorbei, die Yachten sind zurück im Hafen und das Punktekonto für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist noch leer. Die erste der insgesamt sechs Ausscheidungsregatten im vergangenen September war bereits einem Sturmtief zum Opfer gefallen. Nun sollte sich also an Ostern zeigen, wer sich in der Wertung des deutschen Teams an die Spitze setzen kann.

Und wieder schien es, als wollte Aiolos, der griechische Gott der Winde, sich noch ein Kräftemessen mit den Strandseglern liefern – und schickte kräftige Böen zu Ostern. Schon bei der Trainings- und Trimmregatta am Samstag erwischte es den ersten Teilnehmer. Der Mast ging zu Bruch. Es sollte nicht der einzige Schaden bleiben.

Die Gentlemen bitten zur Kasse

Der Trend des vergangenen Jahres, als mit Jens Markowitz (Juist) und Andreas Gerlach (Würzburg) gleich zwei Piloten von der Klasse 3 in die selbst ernannte Gentlemen-Class, die Klasse 2, wechselten, setzt sich fort. Unmittelbar vor der Osterregatta sattelte auch Wolfgang Bartling (Münster) um, kaufte in Belgien die Yacht des amtierenden Europameisters Peter Allemeersch. Bereits Karsten Meyer (Kiel) hatte in der Winterpause in Belgien investiert und die Yacht des Vizeeuropameisters Henri Demuysere erworben. Würde sich das neue Material bei den Rennen in Sankt Peter-Ording durchsetzen?

Am Samstag war es dann soweit. Bei guten fünf Windstärken und Böen in Sturmstärke startete um 8.45 Uhr Rennleiter Rüdiger Grassy das erste Rennen. Auf einer blitzblanken Sandbank mit nur wenigen tiefen Löchern und Prielen konnten in jeder Klasse drei Rennen gesegelt werden.

In der Klasse 2 setzte Jens Markowitz Maßstäbe. Er gewann alle drei Rennen. Souverän behauptete sich Wolfgang Bartling, der in allen Rennen in seiner neuen Yacht auf den zweiten Platz segelte. Böse Zungen behaupten, er hatte noch nicht genügend Zeit, um an seiner Yacht herumzuschrauben. Dritter im Klassement wurde Andreas Gerlach, der trotz einer gebrochenen Achse im letzten Rennen, den Platz vor Karsten Meyer behaupten konnte. Andere Klasse-2-Segler hatten in Anbetracht der auffrischenden Winde von einem Start abgesehen.

Einsam sind die Tapferen

In der Klasse 3, der Klasse mit den meisten Teilnehmern, segelte Arne Kelm (Plön) einsame Rennen an der Spitze. Nachdem er im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen nur an wenigen Regatten teilgenommen hatte, bewies er bei seiner Rückkehr nach Sankt Peter-Ording eindrucksvoll seine Stärke. Nur Arnd Mahrt (Sankt Peter-Ording) konnte ihm das Wasser reichen, schied jedoch im zweiten Rennen nach einem Dreher aus. Davon profitierte Karl-Heinz Wendisch (Paderborn), der mit einem vierten und zwei zweiten Plätzen auch in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz fuhr. Dritter wurde Norbert Paulsen (Schleswig). Bitter endete der Regattatag für Meike Meyer, die schnellste Seglerin im Feld – mit einem Plankenbruch.

Bei den Miniyachten siegte in allen drei Läufen Frank Beugholt vor Harald Fien, der zweimal Zweiter und einmal Dritter wurde. Dritte im Gesamtklassement wurde die schnellste Frau, Gitta Steinhusen.

Zurück in die Zukunft

Bei den Standarts meldete sich nach zweijähriger Segelabstinenz Stephan Naujoks zurück und zeigte, dass er nichts verlernt hat. Ungefährdet siegte er in allen drei Rennen. Mit ihm wird dieses Jahr wieder zu rechnen sein. Zweiter wurde Michael Müller vor Anke Münch. In der Klasse 5 siegte der seit vielen Jahren amtierende deutsche Meister Sven Kraja. Die Überraschung hält sich in Grenzen. Diesmal war er der einzige Starter in der Klasse.

 

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