Hattu Möhrchen? Euro – Tag 2

Bretteville (jeb) – Um es vorwegzunehmen, ja. Sogar zwei. Eine goldene Möhre und eine Bronzefarbene. Warum, wird später erklärt. Soweit das möglich ist.

Nach seinem Ausflug mit 100 Stundenkilometern in die Dünen im gestrigen zweiten Lauf hatte Sven Kraja seinen demolierten Boliden noch am Abend wieder gerichtet. Und seine Wut bei einer Feier im Frog-Sail-Bus zu Ehren von Manfred Nielsens 50. Geburtstag weggespült. Derangiert wie der Segelwagen am Vortag, startete Kraja in den Tag, der ein ganz großer für ihn werden sollte.

Der Wind war im Laufe der Nacht abgeflaut und auf Süd gedreht. Kirmes war gestern. Heute bestand der Kurs aus Wenden und Halsen. Taktik war gefragt. Wie geschaffen für Sven Kraja.

Im ersten Rennen erwischte der Klasse-5-Pilot einen perfekten Start und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Sieg im dritten Lauf. Erst der zweite siegreiche Lauf, den der Schleswiger in dieser Klasse überhaupt eingefahren hat.

Und er setzte noch eins drauf. Im zweiten Lauf des zweiten Tages musste er am Start zwar vier Franzosen ziehen lassen, kassierte aber einen nach dem anderen von Runde zu Runde wieder. ein. Sieg Nummer zwei in vier Läufen. Damit Tagessieg und Platz zwei in der Gesamtwertung, mit nur einem Punkt Rückstand auf den Führenden.

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Nach seinem dritten Platz am ersten Tag hatte sich Manfred Nielsen viel vorgenommen. Doch der Leichtwindtag war nicht seiner. Mit zwei Plätzen im Mittelfeld fiel der Standartfahrer auf Platz 14 im Gesamtklassement zurück.

Auf dem Kurs in Denneville, zehn Kilometer entfernt, erwartete auch die Piloten der Klassen 2 und 3 beste Segelbedingungen. Drei Windstärken, ein Strand wie glattgebügelt, und viele Manöver – wie gemacht für die Piloten aus Sankt Peter-Ording, denen noch schwindelig war von den Rundfahrten mit über 110 Stundenkilometern vom Vortag. In der Klasse 2 kämpfte sich das deutsche Team in den Wettkampf zurück. Zwar schafften es die Piloten nicht in einem der drei Rennen aufs Podest zu fahren. aber Kurt Wachkamp und Karsten Meyer fuhren jeweils einmal auf Platz vier. Bester deutscher Pilot ist derzeit Kurt Wachkamp auf Platz 6, gefolgt von Karten Meyer auf Platz 8 und Jens Markowitz auf Platz 9. In der Teamwertung ist nur Frankreich besser.

In der Klasse 3 legte Hans-Werner Eickstädt im ersten Lauf mit einem dritten Platz nach. In den beiden folgenden Rennen kam er jeweils auf Platz sechs. Die Dichte auf den ersten Plätzen führte dazu, dass sich das Klassement ständig änderte. Eickstädt konnte daher in der Gesamtwertung auf den dritten Platz vorfahren. In die Spur fand Arne Kelm zurück. Mit einem 7., 9. und 11. Platz steigerte er sich im Vergleich zum Vortag. Drittschnellster Deutscher ist derzeit Norbert Paulsen.

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Und nun zu den Möhrchen. Bei der Ehrung der Tagessieger und der drei führenden im Gesamtklassement gab es heute Stoffmöhrchen, in Farben Bronze, Silber und Gold. Warum, das weiß wohl nur der Veranstalter.

P.S. Wie eben erfahren, ist die Gegend um Bretteville bekannt für Möhren.


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