Mit 114 Sachen nach Belgien

Sankt Peter-Ording (jeb) Das hat es selten gegeben. Nach dem ersten Rennen des sechsten und alles entscheidenden Ausscheidungsblocks für die Europameisterschaft in Belgien rotteten sich die Piloten der Klassen 2 und 3 zusammen und weigerten sich erneut auf die Startlinie zu fahren. Zu gefährlich!

Der Wind blies mit fünf bis sechs Windstärken aus West. Halber Wind über den gesamten Kurs. Das heißt auf beiden Wegen zwischen den Wendemarken Höchstgeschwindigkeit. Mehrfach wurden über 110 Stundenkilometer gemessen, Spitze 114 km/h. Der Strand war eine einzige Herausforderung. Einige Segelwagen tänzelten auf dem ribbeligen Untergrund, wurden in Böen meterweit versetzt. Etliche Piloten drehten „Korkenzieher“ in den Wenden, weil sie die Geschwindigkeit nicht rechtzeitig reduzieren konnten, sahen sich nach ungewollten 180-Grad-Drehern Auge mit Auge mit den heranstürmenden Verfolgern.

Erst als der Wind ein wenig nachließ, die Böen an Kraft verloren hatten, gingen die großen Klassen wieder an den Start. In der Zwischenzeit trotzten die kleineren Klassen dem Sturm und setzten ihre Rennserie auf einem ungefährlicheren Kurs fort. In der Miniklasse bereitete Sven Kraja der weiblichen Dominanz des vorherigen Regattawochenendes ein Ende und gewann bei seiner Rückkehr alle der insgesamt sieben Rennen des Wochenendes. Auf Platz zwei segelte Barbara Starke gefolgt von Gitta Steinhusen. Im Standard siegte Michael Müller vor Joachim Sackhoff. In der Klasse 5 gab es mit Nils Schönfeld nur einen Starter.

In der Klasse 2 feierte Jens Markowitz einen fulminanten Einstieg. Aufgrund einer Operation musste der Juister einige Regatten ausfallen lassen, stieg in dieser Saison von der Klasse 3 in die Klasse 2. Bei seinem Debüt siegte er in fünf von sechs Läufen. Nur einmal musste er sich dem Würzburger Andy Gerlach geschlagen geben, der an diesem Wochenende den zweiten Platz belegte. Dritter wurde Karsten Meyer, obwohl er im letzten Rennen nach einem Achsbruch ausgeschieden war. Kurt Wachkamp, der als Führender des Gesamtklassements  in den sechsten Ausscheidungsblock gestartet war, entschied sich nach einem leichten Crash im ersten Lauf, die Rennen nicht mehr fortzusetzen.

Das größte Teilnehmerfeld stellte wieder die Klasse 3. Während in der Spitzengruppe der Ausgang der Rennen keinen Einfluss mehr auf deren Qualifikation für die Europameisterschaft hatte, kämpften auf den hinteren Plätzen einige Piloten noch um die begehrten Tickets für Belgien und lieferten sich harte Wettkämpfe.

Hans-Werner Eickstädt konnte an diesem Wochenende alle sechs Rennen gewinnen. Somit setzte er sich in der Gesamtwertung an die Spitze, obwohl er zwei der sechs Ausscheidungsblöcke nicht mitsegelte. Auf den Plätzen folgten an diesem Wochenende Christoph Hanke, Arnd Mahrt und Norbert Paulsen. Auch in der Gesamtwertung belegen die vier Piloten in gleicher Reihenfolge das Klassement.

Für das deutsche Team werden bei den Europameisterschaften in De Panne folgende Mitglieder des Yachtclubs Sankt Peter-Ording starten.

Miniyacht: Gitta Steinhusen, Barbara Starke, Harald Fien, Robert Jacobsen, Anke Münch sowie Reinhard und Christel Kranz.

Klasse 5: Sven Kraja und Heiko Hartmann.

Standart: Waldemar Konopka, Manfred Nielsen, Michael Müller und Nils Münch.

Klasse 2: Andy Gerlach, Kurt Wachkamp, Jens Markowitz, Karsten Mayer, Sascha Baeyer und Imke Borowski

Klasse 3: Hans-Werner Eickstädt, Christoph Hanke, Arnd Mahrt, Norbert Paulsen, Karl-Heinz Wendisch, Paul Mahrt, Jens Brambusch, Kay-Enno Brink, Wolfgang Bartling und als Nachrücker Arne Kelm.

Die Ergebnisse finden Sie hier

Foto: Herzlichen Dank an die Ford-Fotogruppe. Das Bild entstand bei der diesjährigen Pfingstregatta


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