Sie können sich gerne auch mal reinsetzen!

Berlin – Es ist der Satz, der von der Boot & Fun in Erinnerung bleiben wird. „Sie können sich gerne auch mal reinsetzen!“  Hunderte Male fiel er an den fünf Tagen der Berliner Wassersportmesse. Und kaum keiner ließ sich die Einladung entgehen. Dann saßen sie da in den Segelwagen, im 3er, 5er oder der Miniyacht, kleine Kinder und alte Männer, mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht, zogen an der Schot, bis dass die Masten sich bogen. „Geil!“ Auch so ein – wenn auch kurzer – Satz, der oft zu hören war. Andere standen in Gruppen vor den Monitoren, staunten und raunten über die Filme, sahen die Boliden in der Sandwüste von Nevada Staub aufwirbeln oder über den Strand von Sankt Peter-Ording fliegen, abtauchen in eiskalten Prielen, Pirouetten drehen wie die Krake auf dem Rummel. Oder sie standen vor dem Frog-Sail-Bus wie einst vor der Berliner Mauer und schauten ehrfürchtig auf das Bollwerk auf Rädern und gingen wohl im Gedanken mit auf die legendären Fahrten nach Frankreich, Belgien, Irland, England oder in die USA.

„Sie können sich gerne auch mal reinsetzen“

Wie Winschen knatterte es in den Hirnen vieler Besucher, erprobten Wasserseglern und gestandenen Eisflitzern. „Das wäre auch etwas für mich.“ Strandsegeln faszinierte und elektrisierte die Massen. Und natürlich auch unser Revier, das der YCSPO gleich mit präsentierte: die endlose Weite von Sankt Peter-Ording. Eine Gruppe junger Segler schmiedete noch am YCSPO-Stand den nächsten gemeinsamen Trip nach Eiderstedt. Strandsegeln inklusive. Segelfirmen entdeckten neue Event-Möglichkeiten, Frauensegelcrews neue Reviere und mancher Besucher sah sich nur am Strand entlang spazieren. Eissegler, die ob der milden Winter damit hadern in den vergangenen Jahren nur ein- oder zweimal hätten segeln können, liebäugeln jetzt mit der Alternative auf Sand. Oder Wassersegler, die beim nächsten Mal, wenn sie auf Grund laufen, darüber nachdenken werden, ob sie nicht vielleicht lieber gleich Segeln auf dem Land vorziehen sollten. Wieder andere kamen bei der Messe zum ersten Mal mit unserem Sport in Kontakt und in ihren Augen konnte man sehen, dass es so etwas wie Liebe auf den ersten Blick gibt.

Großer Auftritt in der Hauptstadt: Warten, dass die Messetore sich öffnen

Die Anziehungskraft der Strandsegler war groß, sie wirkte nicht nur auf die Messebesucher, sondern auch auf die Vertreter von Sportbooteherstellern, Verbänden wie dem DSV und Klassenvereinigungen. Libre, der Hersteller der Miniyachten, kann von neuen Bestellungen ausgehen. Viele Kontakte wurden geknüpft, was sich daraus ergeben wird, wird die Zeit zeigen. Was bleiben wird, ist definitiv, dass Strandsegeln viele neue Freunde (und Neider) gewonnen hat. Und Zuschauer für die WM im kommenden Jahr. In diversen Smartphones sind die Daten der WM 2018 jetzt vermerkt.

Dreamteam: Unsere Messehostessen Kai-Uwe Eilts, Gitta Steinhusen und Sven Kraja (v.l.)

Fünf Tage Messe ist ein Erlebnis. Aber es ist auch Hölle anstrengend (selbst ohne alkoholhaltige Getränke, die es angeblich gegeben haben soll). Unbezahlbar ist der Einsatz von Kai-Uwe Eilts (den drei Tage Meike Eilts unterstützte) und Sven Kraja, die mit Auf- und Abbau des Standes eine Woche in Berlin verbracht haben – und zuvor schon tagelang alles vorbereitet und organisiert hatten, die Urlaub opferten und Strapazen in Kauf nahmen – um für den YCSPO Flagge zu zeigen und dem Sport ein Gesicht zu geben. Das gleiche gilt für Gitta Steinhusen, die von Messebeginn bis Ende am Start war, ebenso wie für Barbara Starke und Sven Harder, die an den ersten Tagen Messebesucher an den Stand koberten.

Tierisch gut: Einhundsegeln geht auch im Strandsegler…

Großer Dank gilt Stephan Boden (aka Digger oder der Typ, den Deutschlands bekanntester Segelhund Polly immer im Schlepptau hat). Er hat den Kontakt zur Boot & Fun hergestellt hatte. Und natürlich Daniel Barkowski, dem Projektleiter der Boot & Fun, der völlig unkompliziert und spontan, dem YCSPO in der Halle der Segelboote einen der größten Stände (135 Quadratmeter) kostenlos zur Verfügung gestellt, und so erst den großen Auftritt unserer kleinen Sportart ermöglicht hat. Dafür ein dickes DANKE!

Für den YCSPO war es eine unglaubliche Möglichkeit, sich und die Weltmeisterschaft 2018 weit entfernt von der Nordsee zu präsentieren. Und zu erleben, wie sehr unser Sport die Massen fasziniert. Wir wussten das ja schon länger…


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